25 Personen mussten stundenlang betreut werden

Veröffentlicht am 11.06.2017
(Foto: Michael Will / BRK)
(Foto: Michael Will / BRK)
(Foto: Michael Will / BRK)

Brandgeschehen führt zu Großeinsatz von Rettungsdienst und Sanitätseinheiten.

 

FISCHBACH - Seit dem frühen Sonntagmorgen (11. Juni) läuft im Eberner Stadtteil Fischbach ein Großeinsatz von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst. Gegen 5.30 Uhr war in der Ortsmitte ein Feuer ausgebrochen, dem eine landwirtschaftliche Halle sowie zwei Gartenhäuschen zum Opfer fielen.

 

Aus einem an die Scheune angrenzenden Mehrfamilienwohnhaus mussten bei Ausbruch des Feuers sämtliche Bewohner evakuiert werden. Sie blieben zum Glück alle unverletzt. Rund 25 Personen, darunter auch mehrere Kinder, ein Baby und eine Hochschwangere, mussten ihre Wohnungen verlassen. Sie wurden zunächst in den nahe gelegenen Schlosshof an der Kirche gebracht, wo sie vom Rettungsdienst und Sanitätseinheiten registriert und betreut wurden.

 

Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt hatte zu dem Brandeinsatz primär einen Rettungswagen der BRK-Rettungswache Ebern zur Absicherung sowie den Einsatzleiter Rettungsdienst alarmiert. Schnell wurde an Ort und Stelle deutlich, dass sich das Geschehen zu einem längeren Einsatz ausweiten würde. Weil die 25 Kinder, Frauen und Männer betreut werden mussten und nicht in ihre Wohnungen zurück durften, entschied der Einsatzleiter, weitere Unterstützungskräfte nachzualarmieren.

 

So wurde bereits gegen 6:00 Uhr die Schnelleinsatzgruppe Transport 2 aus Ebern alarmiert. Die ehrenamtlichen Rettungsdienstmitarbeiter waren kurz darauf mit einem Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen an der Einsatzstelle und kümmerten sich um die Betroffenen, die allesamt im Schlaf von dem Feuer überrascht wurden und eilig ihre Wohnungen verlassen mussten. Die Rettungskräfte verteilten Decken an die Bewohner, die teilweise barfuß und in knapper Bekleidung aus dem Mehrfamilienhaus evakuiert wurden. In den Rettungsfahrzeugen konnten sie sich zum Teil aufwärmen. Eine junge Frau, die über Kreislaufbeschwerden klagte, wurde vom Rettungsdienst kurzfristig ambulant betreut, musste aber nicht in ein Krankenhaus gebracht werden.

 

Wenig später wurden weitere Sanitätseinheiten alarmiert. So forderte Einsatzleiter Jürgen Geisel die SEG Betreuung aus Haßfurt sowie eine SEG Betreuung aus dem benachbarten Landkreis Coburg an. Die Einheiten errichteten zunächst im Schlosshof eine Betreuungsstelle für die Kinder, Frauen und Männer. Einige Zeit später wurde in Absprache mit Bürgermeister Jürgen Hennemann entschieden, die Betroffenen in der Alten Schule in Fischbach unterzubringen und dort weiter zu betreuen.

 

Gegen 11:00 Uhr wurde auch die SEG Verpflegung aus Hofheim/Königsberg alarmiert. Die Helferinnen und Helfer versorgten die 25 Betroffenen in der Alten Schule mit Getränken und einer Mahlzeit, anschließend errichteten sie in der Ortsmitte nahe dem Brandobjekt eine Verpflegungsstelle für die Helfer von Feuerwehr, THW und Rotem Kreuz. Insgesamt wurden zirka 100 Personen mit Getränken und einer Mahlzeit versorgt.

 

Gegen 12:00 Uhr wurde eine weitere Schnelleinsatzgruppe alarmiert: die SEG Transport 1 aus Knetzgau und Zeil. Die Kolleginnen und Kollegen lösten schließlich die Helfer der SEG Transport 2 ab, die zuvor rund sechs Stunden im Einsatz waren.

 

Während der gesamten Einsatzdauer, die sich bis in den Sonntagabend hinein erstreckte, stand für die Kollegen der Feuerwehr und des THW ein Rettungsfahrzeug bereit, um bei Bedarf schnell medizinische Hilfe leisten zu können.

 

Ein besonderes Dankeschön richtet das Rote Kreuz an die Einwohner der Ortschaft. Mehrere Fischbacher boten von sich aus Hilfe und Unterstützung an. So öffnete eine Familie ihre Wohnung und stellte ihre Toilette für die Evakuierten zur Verfügung. Andere Frauen brachten spontan Kaffee an die Einsatzstelle, um die sichtlich geschockten Bewohner mit warmen Getränken zu versorgen. Auch für die Einsatzkräfte kochten Frauen zu Beginn Kaffee. Eine Familie mit einem Kleinkind, nahm kurzfristig eine junge Mutter mit deren Baby bei sich zuhause auf und stellte Babynahrung zur Verfügung.

 

 


PM 040 / 2017. Text & Fotos: Michael Will / BRK.

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